Halli Hallo ihr Lieben,

heute habe ich nach langer Zeit endlich wieder eine ultra coole Bloggerin für euch am Start.

Jasmin von Kuechendeern

Sie ist mir zum einem ins Auge gefallen aufgrund ihrer tollen Rezept Ideen (ihren New York Cheesecake habe ich schon nachgemacht und viele weitere werden folgen 🙂 ) und mega geilen Kuchen und Torten und zum anderen aufgrund ihrer so sympathischen, natürlichen und offenen Art.

Interview mit Jasmin von Kuechendeern
Interview mit Jasmin von Kuechendeern

Außerdem finde ich ihren Blog angenehm ABWECHSLUNGSREICH und SPANNEND. Man findet nicht nur Rezepte, sondern auch GESCHICHTEN über ihre Kooperationen oder tolle Interviews. 🙂 (Ich habe natürlich probiert sie darüber möglichst gut auszuquetschen und pssst sie war auch in einer TV Show 😀 )

Das Interview habe ich versucht unterhaltend aufzubauen und Informationen zu erlangen, die euch auch im Bereich Blogging, insbesondere Food Blogging natürlich, weiterhelfen. 😉 Aber jetzt genug gequatscht, hier kommen die Antworten der lieben Jasmin.

Hallo liebe Jasmin, könntest du dich einmal meinen Lesern vorstellen? Alter, Beruf, Wohnort usw.

Moin zusammen. Ich bin Jasmin, Ende 20 und komme aus der schönsten Stadt der Welt: Hamburg. Daher auch mein Blogname „KüchenDeern“ (Deern = Mädchen auf Plattdeutsch). Unter www.kuechendeern.de blogge ich nun schon seit knapp 4 Jahren über alles, was mir so schmeckt. Und das ist im Zweifel weder Low Carb, noch Fettfrei. Ihr findet bei mir von Pizza, über Eiscreme bis hin zu Torten alles, was halt einfach gut schmeckt und ganz ehrlich? Ich esse lieber ein kleineres Stückchen sündiger Schokotorte, als ein riesiges Stück der „gesunden“ Variante 🙂

Interview mit Jasmin von Kuechendeern
Interview mit Jasmin von Kuechendeern

Wie viel Zeit wendest du in etwa für deinen Blog in der Woche auf? Und wie teilst du dir deine Zeit ein?

Ich habe das Glück, dass ich vor knapp 1 ½ Jahren meinen „richtigen“ Job in einer Werbeagentur auf Teilzeit reduzieren konnte und somit 3 ½ Tage in der Agentur und 3 ½ Tage am Blog arbeiten kann. Klar, Wochenende gibt es bei mir nur selten, aber das ist okay. Schließlich machen mir beide Jobs unglaublich viel Spaß.

Wie und wann ist die Idee einen Blog zu erstellen entstanden?

Long Story short: Alles begann mit meiner Mutter vor 5 Jahren. Sie sagte mir, dass sie sich zu ihrer Silberhochzeit eine 4-stöckige Torte von mir wünscht. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise backen oder kochen konnte, lachte ich laut aber dachte mir im Inneren „Challenge accepted!“. Daraufhin habe ich ein ganzes Jahr gebacken und geübt und weil die Torten anscheinend immer besser wurden, schlug mein Kollege (der im Übrigen immer meine Torten aufessen musste) vor, doch einfach einen Blog zu starten und dort die Rezepte zu veröffentlichen. Gesagt getan und heute bin ich hier. Kleiner Fun Fact: Die Torte für meine Eltern ist aufgrund schlechter Statik und heißer Temperaturen bei der Silberhochzeit umgefallen und kaputt gegangen. Das dazu…

Ein kucheliges Rezept, das immer funktioniert, leicht ist und einfach jedem schmeckt?

Meine Erdbeer Bretzel Torte! Salzbretzel zerstoßen, mit Butter mischen und in eine Springform geben. Kalt stellen. Frischkäse mit Zucker und Vanillemark zusammenrühren, steife Sahne unterheben und auf den Boden geben. Kalt stellen. Erdbeer-Tortenguss erhitzen, geschnittene Erdbeeren zufügen, beides auf die Creme geben und fest werden lassen. Der absolut BESTE Kuchen der Welt!

Interview mit Jasmin von Kuechendeern
Interview mit Jasmin von Kuechendeern

Wie lange bloggst du schon und seit wann konntest du sagen, dass dein Blog ein kleiner Nebenverdienst ist?

Wie gesagt, seit knapp 4 Jahren. Damals war es fast noch undenkbar für Food Blogger groß Geld aus dem Blog herauszuschlagen. Kostenlose Sachen hatte man damals schon zugeschickt bekommen, aber sobald man nach Budget fragte, kamen nur verdutzte Antworten zurück. Heute ist das ja Gott sei Dank anders. Bei mir hat sich der Nebenverdienst nach ca. 2,5 Jahren eingestellt, wenn auch nur in kleinem Maße. Ich muss dazu aber ganz ehrlich sagen: Klar möchte man als Blogger Geld verdienen, aber zu früh sollte man damit ebenfalls nicht starten. Ich finde das immer unseriös, wenn 6 Monate alte Blogs mit niedrigen Followerschaften direkt mit Werbung en Masse anfangen. Ein Blog sollte ein Hobby sein und nicht von Anfang an nur das Dollarzeichen verfolgen.

Was war dein bisher aufwendigster Kuchen und wie war deine Zeitplanung?

Ich mache neben dem Blog auch Hochzeitstorten. Allerdings zeige ich die nicht auf meiner Website – ich finde, das ist rein für das Brautpaar gedacht und muss nicht mit der ganzen Welt geteilt werden. Solch eine 3-stöckige Torte dauert jedes Mal ca. 3 Tage mit einkaufen, backen, füllen und dekorieren. Und jedes Mal rutscht mir das Herz in die Hose, wenn es ans Präsentieren geht. Ich glaube das ist noch das Trauma von der Silberhochzeitstorte meiner Eltern 🙂

Was hältst du von dem Instagram Wahn „Ich muss so viele Follower und Likes wie möglich erhalten, auch wenn ich sie mir kaufe?“

Die Leute sollen sich alle mal entspannen. Das ist meine Meinung. Social Media übernimmt so langsam das Ego der Menschen und ich finde, dass dieser (entschuldige meine Aussprache) „Schwanzvergleich“ echt anstrengend ist. So lange meine Rezepte nachgekocht/gebacken werden, meine Liebsten gerne meine Leckereien essen und ich nach wie vor Spaß an meinem Job als Blogger habe, dürfen auch gerne nur 10 Leute meine Beiträge liken. Ich definiere mich nicht durch meine Followerzahlen – lieber eine kleine Community und dafür persönlicher. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Wie sieht für dich ein perfekter Blogging Tag aus?

Ausschlafen, Tortenboden backen, im Pyjama frühstücken, Tortenboden aus dem Ofen holen, Set aufbauen, Torte füllen, Torte shooten, Mittag essen, Mittagsschlaf, Bilder bearbeiten, Post schreiben, Rezept veröffentlichen, Abendessen, Netflix, Fragen&Kommentare von Followern beantworten, Schlafen gehen.

Interview mit Jasmin von Kuechendeern
Interview mit Jasmin von Kuechendeern

Drei Food Blogger (am liebsten etwas mit Backen), die man unbedingt kennen sollte?

SPRINKLE BAKES:  Mein absoluter Lieblingsblog. Sie war die erste Backbloggerin, der ich verfallen bin und sie ist auch der Grund, weshalb ich mit all dem hier angefangen habe. Meine Nummer 1 Inspiration!

THE CAKE BLOG:  Eine richtig coole Seite, auf der Tipps&Tricks rund um Torten und Tortenverzierungen gepostet werden. Viele Trendkuchen haben hier ihren Ursprung.

FRAU HERZBLUT: Mein deutscher Lieblingsblog. Tolle Rezepte, eine tolle Bloggerin und ihre Fotos sehen so verdammt genial aus, dass ich am liebsten alle an eingerahmt in meiner Küche hätte!

Du hast schon so viele tolle Kooperationen gehabt (könnte mich da Stunden durch deinen Blog schmökern). Wie bist du zu den Kooperationen gekommen? Sind alle auf dich zugekommen oder hast du auch Eigeninitiative ergriffen (darf man das überhaupt)?

Klar. Man darf alles. Aber ich für meinen Teil habe nie „Klinken geputzt“. Ich weiß bis heute nicht, wie Agenturen und Unternehmen von mir erfahren, aber irgendwann habe ich dann Mail in meinem E-Mail Postfach und eine Anfrage für eine Kooperation. Natürlich gibt es auch Portale wie Blogfoster oder Buzzbird, aber dort bewerbe ich mich nur auf Kampagnen, wenn ich die Produkte wirklich richtig, richtig gut finde.

NYC Cheesecake mit Beerentopping - Kuechendeern
NYC Cheesecake mit Beerentopping – Kuechendeern

Du warst bei SWEET & EASY – Enie backt. Der Wahnsinn, du kommst so unglaublich sympathisch, nett und lustig im Fernsehen rüber. Ich habe deinen Artikel natürlich schon gelesen, aber kannst du für meine Leser nochmal deine krassesten Eindrücke, Gefühle und Emotionen zusammenfassen? 🙂

Erst einmal: Vielen Dank für die Blumen. Tatsächlich war es weniger aufregend, als man denken könnte. Ich wurde irgendwann mal gefragt, ob ich auf ein Telefoninterview für die Show Lust hätte. Nachdem das (relativ easy) abgehackt war, kam ein Kameramann zu mir nach Hause und hat ein kurzen Video gedreht. Ich glaube, er wollte einmal schauen, ob man mich überhaupt vor die Kamera lassen kann. Und dann ging es auch schon nach Berlin. Dem Team und Enie wurde ich nur kurz vorgestellt und ehe ich mich versah, waren auch schon die Kameras an. Keine Ahnung was in den nächsten 30 Minuten passiert ist, ich war zu sehr in mein Rezept vertieft. Und dann ging das Licht aus und ich bin nach Hause gefahren. Die einzige, wirklich starke Emotion, war „Scham“ – als mein Teil im TV kam und meine Familie um mich herum saß, hab ich nur die Augen zugemacht. Sich selber sehen ist einfach wirklich übel haha.

Ein Buch für Food Blogger, das du empfehlen kannst? Eines das du auch regelmäßig anwendest und für hilfreich empfindest?

Ich lese keine Bücher haha. Ich recherchiere (wenn!) eher im Internet. Food Blogger ist man oder eben nicht – da ändert auch ein Buch meiner Meinung nach nichts dran. Was man immer beherrschen sollte, sind: Gefühl für Zutaten und Kompositionen (= was passt zusammen, wie bekomme ich welche Konsistenz hin), Rechtschreibung, ein bisschen html/css, Sinn für Ästhetik und ein gutes Auge für Fotos / Foodstyling. All das kann man erlernen und anstatt pauschal ein Buch fürs Food Bloggen zu kaufen, sollte man sich einfach ein paar Videos zu den einzelnen Themen reinziehen. Und natürlich viel, viel üben. Auch diese Erfahrung bekommt man nicht, durch das Lesen eines Buches 🙂

Interview mit Jasmin von Kuechendeern
Interview mit Jasmin von Kuechendeern

Kannst du uns ein „Behind the Scene“ Bild zeigen, wo man sieht wie deine tollen Bilder entstehen?

Leider habe ich keines. Aber wer mir auf Instagram folgt, wird manchmal ein paar Instagram Stories von mir sehen, wo ich live von meinem Blogzimmer berichte. Inklusive Back-Fails, Behind the Scenes Bilder und kleinen Anekdoten.

Und zu guter letzt: Food Blogging bedeutet für mich…

… Freiheit.

Ihr Lieben, ich hoffe das Interview hat euch gefallen, inspiriert, weiter gebracht oder den Nachmittag versüßt. Ich liebe ja diese Art von Interviews und es werden noch viele weitere folgen #iswear

Bis Bald

Eure Kathi 🙂 ♥

4 thoughts on “TV Auftritt „Sweet & Easy – Enie backt“ – Interview mit Kuechendeern”

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